17.05.2012 - 20.05.2012
Wochenendorientierungslauf
Stärkung des Kindeswohls
- gegen Gewalt an Kindern!
Das ist uns wichtig im Berliner Jugendrotkreuz
Stellungnahme: "Stärkung des Kindeswohls - gegen Gewalt an Kindern!"
Was tun wir dafür?
Selbstverpflichtung
Vertrauenspersonen
Weitere Informationen - Links und Downloads

Kindeswohlgefährdungen und deren Prävention sind in der Jugendarbeit in aller Munde. Durch zahlreiche Pressemeldungen in der letzten Zeit ist die Sensibilität für Gefährdungen gestiegen und sowohl Verantwortliche in der Jugendarbeit als auch Eltern fragen sich, ob und wie Minderjährige vor Grenzverletzungen geschützt werden können. Denn auch wenn Kinder und Jugendliche vom Gesetz her einem besonderen Schutz unterliegen, bedeutet das nicht, dass sie diese Tatsache an sich schon schützt. [mehr]

In einem Jugendverband wie dem Berliner Jugendrotkreuz möchten wir Kindern und Jugendlichen einen geschützten Raum bieten, in dem sie sich in ihrer Freizeit aufhalten können. Dabei sind Freundschaften und Nähe zu anderen Kindern und Jugendlichen, aber auch zu Gruppenleiterinnen und Gruppenleitern eine wichtige Komponente um diesen Raum persönlich zu gestalten. Das macht unsere Arbeit aus, birgt aber immer wieder auch die Gefahr der Grenzverletzung.
Wir als Berliner Jugendrotkreuz sind uns unserer Verantwortung für die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen bewusst und stellen uns
der Verantwortung, die wir gegenüber den Kindern und Jugendlichen übernommen haben und machen die Stärkung des Kindeswohles
zum Thema.
Der Fokus liegt dabei auf der Prävention von Kindeswohlgefährdungen durch einen respektvollen
Umgang miteinander und der Schaffung von Strukturen, welche die
Sicherheit aller Mitglieder fördern.
Die Arbeit im Berliner Jugendrotkreuz orientiert sich an den Grundsätzen der Rot-Kreuz-Bewegung.
Grundlegend ist dabei die Menschlichkeit, deren Ziel es ist, menschliches Leiden überall und jederzeit zu verhüten und
zu lindern. Das Leben und die Gesundheit sollen geschützt und die Würde des Menschen geachtet werden.
Wir möchten Kindern und Jugendlichen einen sicheren Raum bieten, in dem sie spielen, lernen und den sie gestalten können.

- Sensibilisierung von Gruppen- leitungen
- Vertrauensleute als Ansprech- partner
- Beratungsstelle als Kooperations- partner
- Stärkung der Persönlichkeit von Kindern und Jugendlichen
- Fortdauernde Auseinander- setzung mit dem Thema
- Selbstverpflichtung
Wir sensibilisieren Gruppenleitungen nicht zuletzt durch ein Modul zum Thema Kindeswohl als fixer Teil der JuleiCa-Schulungen und bieten durch geschulte Vertrauensleute Ansprechpartner für Gruppenleitungen und Mitglieder. Es ist uns auch gelungen, den Kinderschutzbund als Kooperationspartner und somit festen externen Ansprechpartner zu gewinnen, der kompetent Auskunft geben und helfen kann. Neben strukturierten Abläufen und sofortigem Schutz der Kinder und Jugendlichen im Krisenfall stehen für uns die Prävention und damit das Verhindern entsprechender Vorfälle im Vordergrund. Dies soll durch die Schaffung entsprechender Strukturen und ein breites Maßnahmenbündel gewährleistet werden. [mehr]
Die sorgfältige Auswahl von Gruppenleiterinnen und Gruppenleitern sowie Leitungskräften, ein sensibler Umgang untereinander, die Stärkung der Persönlichkeit von Kindern und Jugendlichen sowie die fortdauernde Auseinandersetzung mit dem Thema Kindeswohlgefährdung und deren Vermeidung gehören zu diesen Maßnahmen.
Um das Ziel zu erreichen, Kindern und Jugendlichen einen geschützten Raum bieten zu können, und damit das wirklich allen sowohl innerhalb als auch außerhalb des Verbandes deutlich ist, haben wir auch eine Selbstverpflichtung erarbeitet, die zeigt, dass wir alle gemeinsam Verantwortung übernehmen wollen.
Selbstverpflichtungen im Jugendrotkreuz dienen dazu, dass alle JRKler für die Zukunft ein bestimmtes Verhalten zusagen/
versprechen.
Alle JRKler setzen sich in regelmäßigen Abständen und entsprechend ihres Alters mit gewünschtem und nicht
gewünschtem Verhalten auseinander. Schwierige Themen wie Grenzüberschreitungen oder Mobbing werden immer wieder angesprochen.
Bestimmte Umgangsformen sind uns so wichtig, dass wir in unserem Aufnahmeantrag auf die Selbstverpflichtung verweisen.
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Aufnahmeantrag
So wie jeder JRKler im Aufnahmeantrag unterschreibt, dass er entsprechend der Grundsätze der Rotkreuz-Bewegung handelt,
verpflichtet er sich auch zu einigen ganz konkreten Verhaltensweisen.
Unterzeichnung einer Selbstverpflichtung
Jeder JRKler ab 14 Jahren unterschreibt im Abstand von zwei Jahren eine Selbstverpflichtung. Dies geht einher mit einer persönlichen
Auseinandersetzung mit deren Inhalten, z.B. in Form eines Gruppenabends.
Dokumentation
Die unterzeichneten Aufnahmeanträge und Selbstverpflichtungen werden bei den Personalunterlagen aufbewahrt - entsprechend dem
Vorgehen im Kreisverband. Der Landesverband kontrolliert die Einholung der Selbstverpflichtungen.
Mögliche Probleme
Sollte ein JRKler die Selbstverpflichtung nicht unterschreiben, so führt der Gruppenleiter ein klärendes Gespräch mit ihm.
In seinem Ermessen trifft der Gruppenleiter eine Entscheidung zum weiteren Vorgehen und vermerkt dies auf der Selbstverpflichtung.
Hilfe und Unterstützung
Die Vertrauensleute im Berliner Jugendrotkreuz sowie die Beratungsstelle des Kinderschutzbundes stehen bei Fragen
und Problemen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Im Berliner Jugendrotkreuz besteht ein ehren- und hauptamtliches Team, das erster Ansprechpartner für alle Fragen rund um Kindeswohlgefährdungen im Berliner Jugendrotkreuz ist. Dazu haben die Vertrauenspersonen eine Schulung des Landesjugendrings Berlin für Vertrauensleute besucht. Selbstverständlich bilden sie sich nun auch kontinuierlich fort, um immer wieder auf einem aktuellen Stand zu sein.

Tel: 600 300 1172
Mail: perezc@drk-berlin.de
Sie möchten ebenfalls, dass sich Kinder und Jugendliche im Berliner Jugendrotkreuz wohl und sicher fühlen. Selbstverständlich können sie erster Ansprechpartner für Betroffene sein - sie können zuhören und unterstützen.
Daneben können sie auch Gruppenleitern helfen, sich bei Fragen und Sorgen rund um ein schwieriges Thema ein wenig sicherer zu fühlen. Sie hören zu, wenn Ihr Euch Sorgen um Gruppenmitglieder macht. Sie zeigen Möglichkeiten eines weiteren Vorgehens auf. Sie geben Auskunft über Beratungsstellen. Sie beraten über Methoden, um das Thema in der Gruppenstunde/ im Kreisverband zu besprechen und stehen als Referenten zur Verfügung.
